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Auf unserer Reise durch Costa Rica liegt das nächste Ziel auf der Halbinsel Nicoya. Santa Teresa soll ein Paradies für Surfer sein. Über Land und Wasser führt uns der Weg innerhalb von 5 Stunden an einen malerischen Ort, den wir uns so nicht hätten vorstellen können.

Fischerboot am Strand von Esterillos

Die Reflektionen sind ein Traum für jeden Fotografen

Auch an diesem Morgen lassen wir es uns nicht nehmen früh an den Strand von Esterillos zu gehen um dem Rauschen der Wellen zu lauschen und den Pelikanen beim „Surfen“ zuzusehen. Es hat etwas meditatives sich so alleine am Strand zu bewegen. Ab und zu sehen wir andere Strandbesucher. Einer davon geniesst die aufgehende Sonne mit Yoga.

Nachdem die Sonne bereits kurze Zeit später sehr stark auf unsere Haut brennt, ist es bereits Zeit die Koffer zu packen. Viel zu kurz war die Zeit in der schönen Villa von Chloe. Die Zimmer sind geräumig und charmant eingerichtet. Innen wie aussen bietet sich überall die Möglichkeit sich zurück zu ziehen. Aus meinem Zimmer kann man gar direkt in den Pool springen.

An diesem Morgen schaffe ich es sogar mich, dank der Amerikanischen Türgiffe, aus dem eigenen Badezimmer auszusperren. Zum Glück befindet sich im Hause ein Meistereinbrecher Namens Rahel. Diese hebelt die Türe mit zwei Messern gekonnt auf.

Kurze Zeit später sind wir bereits auf dem Weg in Richtung Puntarenas. Dort befindet sich die Fähre nach Paquera. Sechs mal am Tag hat man die Möglichkeit mit dieser Verbindung einen grossen Anteil an Strassenkilometern einzusparen. Unser Plan: Die Fähre um 11:00 Uhr zu erwischen.

Vorher gibt es aber noch den obligaten Halt beim Beachfront Restaurant, welches ich ebenfalls schon kenne. Während die Mädels sich mit einem süssen Frühstück verwöhnen, gönne ich mir ein Gallos Pintos, das klassische Frühstück von Costa Rica.

Die Abkürzung nach Santa Teresa

Um 10:45 Uhr, nach einer sehr gemütlichen Fahrt, kommen wir im Hafen von Puntarenas an. Wir werden in eine Wartezone geleitet und müssen erst das Ticket besorgen. Mit einem kleinen Schrecken sehen wir eine grosse Schlange vor der einen Kasse. Die Kassiererin scheint aber einen Weltrekord im Ticketverkauf zu halten und wir sind schnell an der Reihe. Und so schaffen wir es locker mit dem Auto auf die Fähre.

Das Restaurant an Board bietet alles was man für die 75 Minuten dauernde Fahrt benötigt. Die Stimmung an Board ist gut. Laute aber eher unpassende Partymusik dröhnt aus den Boxen. Wir gönnen uns ein kühles Bier und geniessen die gemächliche Überfahrt.

Die Stimmung auf der Fähre von Puntarenas nach Paquera ist gemütlich

Man musiziert, liest ein Buch oder gönnt sich die tolle Aussicht

In Paquera angekommen stellen wir bereits fest, dass die Strassenverhältnisse sich etwas verändert haben. Die Qualität der Schlaglöcher hat um 300% zugenommen. Im Zick-Zack fahre ich also weiter, bis die Strasse noch einmal einen Evolutionsschritt nach hinten macht. Hier sind sie wieder. Die so oft erwähnten Schotterstrassen von Costa Rica. Gut geschüttelt und nicht gerührt machen wir in Montezuma eine Mittagspause um uns zu stärken. Dabei stellen wir fest, dass die Hecktüre nicht mehr mit der Zentralverriegelung schliesst. Alle haben wir gelesen, dass man NIEMALS seine Wertgegenstände im abgeschlossenen Auto lassen soll. Die wichtigsten Dinge haben wir dabei. Aber die Koffer mit den Kleidern lassen wir im Auto zurück. Mit viel Vertrauem aber einem etwas mulmigen Gefühl geniessen wir unser Essen direkt am Strand von Montezuma.

Der Held von Alamo

Gut gestärkt nehmen wir die letzten 20km in Angriff. Dabei fahren wir per Zufall an einer Station von Alamo, dem Autovermieter, vorbei. Kurz gestoppt und Problem geschildert sind wir bereits 20min mit repariertem Heckschloss wieder auf der Strasse. Respekt, starke Leistung! Und Danke für diesen wirklich tollen Service.

Der Verkehr nimmt zu und wir wissen, dass wir bald am Ziel sind. Die Koordinaten für das neue AirBnB sind jedoch nicht präzise genug. Der schlechte Handy-Empfang in Santa Teresa hilft uns nicht dabei, Kontakt mit Alexander aufzunehmen. Er ist unser Ansprechpartner für das Check-In. Mit etwas Geduld und Glück konnten wir innert nützlicher Frist aber alles klären und Alexander begrüsste uns beim Eingang des gesicherten Komplexes. Sogar Mel Gibson soll in dieser Siedlung ein Haus besitzen.

Townhouse #8 in Santa Teresa

Die kurze aber extrem steile Strasse verlangt dem Daihatsu am Ende unserer heutigen Fahrt noch einmal alles ab. Alexander führt uns zum Haus und wir stellen den Wagen ab. Er zeigt uns die wichtigsten Punkte im Haus und lässt uns dann wieder alleine. Ein Traum von AirBnB erstrahlt in der leuchtenden Abendsonne. Die nächsten drei Tage werden wir hier verbringen und wir wissen bereits jetzt, es wird schwer diesen Ort wieder zu verlassen.

Das Leben geniessen

Die Sonne verabschiedet sich erneut sehr spektakulär. Dieses mal in Santa Teresa auf der Halbinsel Nicoya

Abends laufen wir an den Strand und lassen unsere Eindrücke vom Tag Revue passieren. Die Sonne bewegt sich langsam zum Horizont und färbt den Himmel orange. Später am Abend fahren wir in das asiatische Restaurant mit dem Namen Koji’s. Ein Tipp von Alexander, unserem Host. Wie sich später herausstellen wird, kennt er sich gut aus und jeder seiner Tipps war für uns ein Treffer ins Schwarze. Das Restaurant ist liebevoll hergerichtet und die Speisen sind geschmacklich an vorderster Front!